home home kontakt impressum
MEDIZINISCHES QUALITÄTSNETZ ZWEIBRÜCKEN (MQZ)

Was und wer verbirgt sich hinter dem MQZ? Welche Ziele hat das MQZ? Diese und einige andere Fragen haben Sie sich vielleicht auch schon gestellt, wollten mehr über das MQZ erfahren, konnten aber im Internet nichts (mehr) dazu finden?

So erging es uns leider auch! Trotzdem haben wir für Sie einiges an Informationen zusammentragen können und wollen Sie hier über die weiteren Entwicklungen von Zeit zu Zeit informieren.


INHALT




ERSTE ERFAHRUNGEN UND ZIELE DES MQZ - INTERVIEW

Im November vergangenen Jahres hat sich in Zweibrücken nach einer halbjährigen Vorlaufphase ein Ärztenetz gegründet, der Name: Medizinisches Qualitätsnetz Zweibrücken (MQZ). Darüber, welche Ziele das Netz verfolgt und wie es entstanden ist, sprachen wir mit den Mitgliedern.


1. Wie ist die Idee zur Gründung entstanden?

Die ursprüngliche Idee zur Gründung des MQZ entstand aus einem seit vielen Jahren erfolgreich arbeitenden Qualitätszirkel in Zweibrücken. Im Laufe der Arbeit in diesem Qualitätszirkel entwickelte sich die Idee, aus diesem Zirkel heraus nicht nur die medizinische Versorgung der Patienten, sondern auch die organisatorischen Abläufe vor Ort zu verbessern. Gleichzeitig soll mit der Positionierung des MQZ vor Ort anderen Gesundheitsanbietern der Wettbewerb erschwert werden. Wir glauben, dass bei einer bestehenden und gut funktionierenden Organistion vor Ort, die zudem von den Patienten als kompetent anerkannt ist, weiteren Anbietern die Wettbewerbssituation so erschwert wird, dass der Neuaufbau einer Konkurrenzorganisation wirtschaftlich unattraktiv ist.


2. Was ist das Ziel des Netzes? Welche Vorteile bietet es für Ärzte und Patienten?

Ziel des Netzes ist zunächst die Verbesserung der Patientenversorgung vor Ort im Rahmen einer Qualitätssteigerung und Qualitätssicherung. Organisatorische Abläufe sollen verkürzt und straffer organisiert werden, Doppeluntersuchungen und Verschreibungen sollen vermieden werden.
Insgesamt wird eine ganzheitliche, umfassende und qualitativ hochstehende Versorgung der Patienten auf schulmedizinischem Niveau angestrebt, wobei die vorhandenen Ressourcen im Rahmen der GKV optimal genutzt werden sollen, um für unsere Patienten weiterhin den gewohnten Standard zu bieten, auch wenn die Freiräume im GKV-System zunehmend beschnitten werden und sich daraus zwangsläufig Nachteile für die Patienten ergeben.
Vorteile für den einzelnen Arzt sehen wir insbesondere in der Verbesserung der innerärztlichen Kommunikation und Fortbildung, der besseren Abbildung seiner Praxismöglichkeiten und -besonderheiten sowie der optimalen Ausschöpfung seiner Praxismöglichkeiten. Gleichzeitig soll eine wirtschaftliche Verbesserung durch Bildung von Einkaufs- und Apparategemeinschaften ermöglicht werden. Zudem denken wir, dass im Rahmen von Sonderverträgen als Netz deutlich bessere Verhandlungsmöglichkeiten bestehen, die jedem Einzelnen zugute kommen.


3. Welche Form des Zusammenschlusses haben Sie gewählt und warum?

Wir haben für unsere Zusammenarbeit zunächst die Form der Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR) gewählt, da hier die haftungsrechtlichen Strukturen am einfachsten zu handhaben sind. Gleichzeitig bietet diese Organisationsform die größte Handlungsfreiheit bei niedrigen Kosten.


4. Worin kann die KV Sie unterstützen?

Wir erwarten von der KV in erster Linie Unterstützung in Form von Datenmaterial aus unserem Raum. Gleichzeitig sollte die KV uns ihre Kompetenz bei Verhandlungen mit Krankenkassen und Verbänden zur Verfügung stellen. Weiterhin werden wir bestrebt sein, Verträge in Absprache mit der KV auszuhandeln.


5. Sie möchten in engen Kooperationen mit den Krankenhäusern zusammenarbeiten. Wie könnte eine solche Kooperation aussehen?

Zunächst möchten wir nach dem Grundsatz "so viel wie möglich ambulant, so wenig wie nötig stationär" handeln. Wir werden den Krankenhäusern z.B. eine Zusammenarbeit im prä- und poststationären Bereich anbieten, auch um die Liegezeiten für unsere Patienten möglichst knapp zu halten. Vorstellung ist dabei, gemeinsam mit den Krankenhäusern Standards für prästationäre Untersuchungen und poststationäre Behandlungen zu erarbeiten, so dass unnötige Untersuchungen und Liegezeiten vermieden werden. Sicherlich wird dabei auch eines unserer Ziele sein, dass der Verlagerung stationärer Therapien in den ambulanten Bereich auch eine entsprechende Honorierung folgen muss. Eine engere Verzahnung der Behandlungsformen auf beiden Seiten sollte einen wirtschaftlichen Benefit für beide Seiten bedeuten.


6. Wie sind Ihre Erfahrungen nach den ersten Monaten?

Die Erfahrung der ersten Monate ist durchaus als positiv zu bewerten. Das Engagement einiger Kollegen hat ein kleines Feuer entfacht, das es nun zu vergrößern und am Leben zu erhalten heißt.
Sehr positiv zu vermerken ist dabei sicherlich, dass innerhalb kürzester Zeit aus den ca. 20 Gründungsmitgliedern jetzt eine Gemeinschaft von 43 engagierten Kollegen geworden ist. Damit sind ca. 80 Prozent aller niedergelassenen Ärzte in Zweibrücken und Umgebung Netzmitglieder, eine deutliche Verbesserung unserer Position.
Erstaunlich unkompliziert war bisher auch die Besetzung einzelner Arbeitsgruppen, die nun bald auch die ersten Ergebnisse liefern werden. Sehr erfreulich sind auch die innerärztlichen Kontakte gewachsen. Eine gewisse Solidarität ist unter den Mitgliedern zu bemerken, Vorurteile wurden abgebaut, die Kommunikation und kollegiale Zusammenarbeit wurde erheblich gesteigert und wo früher Misstrauen im Vordergrund stand, wird heute gemeinsam und in Offenheit am gleichen Strang gezogen. Wir bemerken unter unseren Mitgliedern eine neue Zufriedenheit mit ihrem Beruf.


7. Was sind Ihre weiteren Ziele?

Wir haben eine Service-GmbH gegründet, die per Geschäftsbesorgungsvertrag mit dem MQZ verknüpft wird. Hier sollen alle geschäftlichen Aktivitäten, die außerhalb unserer Praxen laufen, abgewickelt werden.
Ziele sind weiterhin der Aufbau einer Integrierten Versorgung, Aufbau einer Organisationsstruktur für DMP sowie der Aufbau einer Notdienstpraxis. Daneben werden wir unsere Service-GmbH zu einem Medizindienstleister in unserer Region ausbauen.

Die Fragen stellte Beate Klehr

[Quelle: http://www.kv-pfalz.de/pub/3769.htm @ 02/12/2003]*

* Dieser Artikel ist leider nicht mehr online verfügbar @ 13/04/2004.


ANSPRECHPARTNER MQZ


1. Vorsitzender
Dr. Ulrich Gensch (49.19.304)
Hauptstrasse 4-6
66482 Zweibrücken
Telefon 0 63 32 / 1 85 85

[Quelle: http://www.kv-pfalz.de/pub/3667.htm @ 13/04/2004]


WEITERFÜHRENDE LINKS ZUM THEMA


Informationen zum "Schulungsverein MQZ"
Kollegen aus dem MQZ

Praxis | Portraits | Leistungen | Sprechstunden | Stellenangebote | Links

© 2005 Dr. med. Snezana Booz & Dr. med. Georg Booz. Alle Rechte vorbehalten. Datenschutz. Rechtliche Hinweise.